ALISA-Netzwerktreffen für soziale Akteur*innen – ein Tag voller Nähe, Fachlichkeit und gemeinsamer Stärke

Gemeinsam denken, vernetzen, weitergehen

Manchmal spürt man schon beim Ankommen, dass ein Raum trägt. Genau so fühlte es sich an, als sich die Teilnehmenden des ALISA-Netzwerktreffens am 12.11.2025 in Meißen zusammenfanden: ein herzliches Begrüßen, ein erstes Lächeln, ein neugieriges „Wer bist du und was bringt dich heute her?“. In dieser warmen Atmosphäre stellte das ALISA-Team sein Projekt vor – nahbar, verständlich und mit spürbarer Leidenschaft für die Lebenswelten Alleinerziehender.

Schon dieses gemeinsame Ankommen ließ erahnen, was später den ganzen Tag prägen sollte: echtes Interesse, Offenheit und der Wunsch, etwas zu bewegen.

Thementische: gemeinsam schauen, was Alleinerziehende brauchen – und was wir brauchen, um sie gut zu begleiten

An den Thementischen wurde schnell klar, wie viel Expertise, Erfahrungen und Emotionen jede*r mitbrachte. Die Fragen waren so vielfältig wie die Lebenslagen von Alleinerziehenden selbst:

  • Vor welchen Herausforderungen stehen wir in unserer Arbeit?
  • Welchen Problemlagen Alleinerziehender begegnen wir tagtäglich?
  • Welche Anknüpfungspunkte, Projekte und Anlaufstellen gibt es – und wo fehlen sie?
  • Wie erleben wir Alleinerziehende in der Arbeitswelt, und welche Lösungen brauchen sie (und wir)?

Es wurde nachgedacht, geteilt, zugehört und gelacht. Und manchmal auch geseufzt, denn eines wurde sehr deutlich: Die Bedarfe sind seit Jahren bekannt – wirklich alltagstaugliche Lösungen aber entstehen nur langsam. Die Teilnehmenden beschrieben dies offen und ehrlich, aber nie resigniert. Eher entstand ein Gefühl von „Wir können das nur gemeinsam besser machen“.

Die Schwarmintelligenz im Raum machte Mut: Jede Perspektive brachte neues Licht in bekannte Themen. Und immer wieder tauchte der Gedanke auf: Vernetzung ist keine schöne Ergänzung – sie ist der Schlüssel.

„Und wie weiter – und jetzt?“

Der abschließende Austausch hatte etwas besonders Intensives. Er war offen, lebendig, ehrlich und – im besten Sinne – fordernd. Denn klar ist: Wenn sich wenig verändert, obwohl der Bedarf riesig ist, dann braucht es neue Wege, Mut und Verbündete.

Viele handfeste Ergebnisse entstanden direkt im Raum:

  • Vernetzung bleibt die größte Ressource. Kontakte wurden geteilt, neue Kooperationen angestoßen.
  • Ein Newsletter für Multiplikator*innen wird ab 2026 starten, um Wissen, Termine und Anregungen leichter fließen zu lassen.
  • Anfragen nach ALISA-Angeboten vor Ort in Zittau und Riesa wurden aufgenommen – und fließen bereits in das Programm 2026 ein.
  • Persönliche Absprachen wurden getroffen, um passgenaue Angebote zu entwickeln.
  • Möglichkeiten zur Projektpräsentation vor Fachkräften wurden zugesagt und ebenfalls ins kommende Jahresprogramm aufgenommen.
  • Und: Ein neuer Termin für einen Online-Austausch wird zeitnah abgestimmt – damit niemand warten muss, bis wieder ein großer Tisch bereitsteht.

Ein Fazit, das bleibt

Wenn Fachkräfte zusammenkommen, die mit dem Herzen arbeiten, entstehen Räume, die tragen – nicht nur für die Menschen, die täglich Unterstützung brauchen, sondern auch für uns als Akteur*innen.

Das Netzwerktreffen hat gezeigt: Wir wissen viel. Wir wollen viel. Und wir schaffen mehr, wenn wir uns verbinden.

Danke an alle, die diesen Tag mit Leben gefüllt haben. Danke für die Wärme, die Klarheit und die Bereitschaft, weiterzugehen – Schritt für Schritt, gemeinsam.

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